Konservative Therapie

Die konservative Therapie in der Orthopädie und Unfallchirurgie umfasst eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, die darauf abzielen, Schmerzen zu lindern, die Funktion zu verbessern und die Heilung zu fördern, ohne dabei operative Eingriffe vorzunehmen.

Viele Brüche können mit einer gut koordinierten konservativen Therapie auch nicht- operativ ausheilen. Die konservative Therapie von Brüchen, zielt darauf ab., die Heilung des Knochens zu unterstützen und die normale Funktion wiederherzustellen. Diese Therapie wird häufig bei stabilen Brüchen eingesetzt, bei denen die Knochenfragmente nicht verschoben sind.

Zu den wesentlichen Aspekten der konservativen Therapie von Brüchen gehören:

  1. Immobilisation: Der betroffene Bereich wird durch Gipsverbände, Schienen oder andere Fixierungstechniken stabilisiert. Dies verhindert Bewegungen, die die Heilung beeinträchtigen könnten. Die ersten Schienen bei frischen Brüchen legen wir in unserer Praxis selber an. Hier ist die präzise Anlage wichtig, um Druckstellen und Schmerzen zu vermeiden. Eine erste Kontrolle findet üblicherweise nach 24h statt, anschließend nach 7 Tagen und nach 4-6 Wochen, abhängig von der Stabilität der Fraktur.

    Nach Abschwellen der Extremität sind oft Wechsel auf konfektionierte Schienen aus dem Sanitätsbedarf möglich. Diese sind leichter und häufig komfortabler für den Patienten, können bei Bedarf auch mal gewaschen werden.

  2. Schmerzlinderung: Schmerzmittel, wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), werden häufig eingesetzt, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Gerne sehen wir uns ihren Medikationsplan an und finden  für sie eine nebenwirkungsarme verträgliche Schmerztherapie.
  3. Physiotherapie: Nach der Phase der Immobilisation wird Physiotherapie empfohlen, um die Beweglichkeit wiederherzustellen, die Muskulatur zu stärken und die Funktion des betroffenen Körperteils zu verbessern.
  4. Überwachung: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um den Heilungsprozess zu überwachen. Röntgenaufnahmen helfen, den Fortschritt der Knochenheilung zu beurteilen. Wie obenstehend beschrieben finden die radiologischen Kontrollen nach 24 h, 7 Tagen und 4-6 Wochen statt. Dies ermöglicht es uns rechtzeitig einzugreifen, falls eine Fraktur sich doch mal verschiebt und sekundär einer operativen Versorgung zugeführt werden muss.
  5. Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Kalzium und Vitamin D ist, kann die Knochenheilung unterstützen. Im Rahmen eines Bruches wird durch uns standardmäßig ihr Osteoporoserisiko beurteilt. Gegebenenfalls leiten wir weitere diagnostische Schritte ein, falls hier ein Bedarf besteht. Eine Osteoporose Beratung führen wir in unserer Praxis ebenso durch, wie die apparative Knochendichtemessung.
 

Die konservative Therapie von Brüchen ist oft erfolgreich und bietet eine risikoärmere Alternative zu chirurgischen Eingriffen. Der Heilungsprozess kann jedoch Zeit in Anspruch nehmen, und die genaue Behandlungsstrategie sollte individuell auf den Patienten und die spezifische Fraktur abgestimmt werden.

 

Weitere Elemente der Konservativen Therapie sind: 

  • Orthopädische Hilfsmittel: Schienen, Bandagen oder spezielle Schuhe helfen, die betroffenen Gelenke zu entlasten und die Heilung zu unterstützen.Wir beraten sie gerne.
  • Kälte- und Wärmebehandlungen: Diese Methoden können zur Schmerzlinderung und zur Verbesserung der Durchblutung eingesetzt werden.
  • Ernährungs- und Lebensstilanpassungen: Eine gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion können bei degenerativen Erkrankungen, wie Arthrose, von Vorteil sein. Auch hier bieten wir Unterstützung
 

Akupunktur

Akupunktur ist eine traditionelle chinesische Heilmethode, die auch in der modernen Schmerztherapie Anwendung findet. Sie basiert auf der Stimulation spezifischer Akupunkturpunkte am Körper, um das Gleichgewicht von Energie (Qi) zu fördern und Schmerzen zu lindern. In der Schmerztherapie wird Akupunktur häufig als ergänzende Methode eingesetzt, um verschiedene Arten von Schmerzen zu behandeln. Ich bin Trägerin des A Diplomes der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur und kann Ihnen somit fundierte Kenntnisse in diesem Gebiet anbieten.

Wirkungsweise der Akupunktur

Die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig verstanden, jedoch gibt es mehrere Theorien, die die schmerzlindernde Wirkung erklären:

  1. Endorphinfreisetzung: Akupunktur kann die Freisetzung von Endorphinen fördern, den körpereigenen Schmerzmitteln, die die Schmerzwahrnehmung reduzieren.
  2. Beeinflussung des Nervensystems: Die Stimulation der Akupunkturpunkte kann das zentrale und periphere Nervensystem beeinflussen, was zu einer Modulation der Schmerzempfindung führt.
  3. Durchblutungsförderung: Akupunktur kann die Durchblutung in den behandelten Bereichen verbessern, was die Heilung unterstützt und Schmerzen lindert.

Anwendungsgebiete in der Schmerztherapie

Akupunktur wird in der Schmerztherapie häufig zur Behandlung therapieresistenterr Beschwerden eingesetzt:

  • Kopfschmerzen und Migräne: Studien haben gezeigt, dass Akupunktur bei der Reduzierung der Häufigkeit und Intensität von Kopfschmerzattacken helfen kann.
  • Rückenschmerzen: Akupunktur wird oft als Teil eines multimodalen Ansatzes zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen eingesetzt.
  • Gelenkschmerzen: Besonders bei Arthrose und rheumatischen Erkrankungen kann Akupunktur eine schmerzlindernde Wirkung haben.
  • Nackenschmerzen: Akupunktur kann Verspannungen und Schmerzen im Nackenbereich effektiv lindern.

Auch eine Vielzahl weiterer Krankheitsbilderkann durch eine begleitende Akupunktur gelindert oder ergänzt werden. Bitte sprechen sie uns an.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine alternativmedizinische Methode, die auf der Annahme basiert, dass Störungen im vegetativen Nervensystem zu Schmerzen und Funktionsstörungen führen können. Bei dieser Therapieform werden Lokalanästhetika, wir nutzen hierfür Bucain, in spezifische Punkte, sogenannte Störungen, injiziert. Diese Punkte können Narbengewebe, Triggerpunkte oder andere Bereiche sein, die als Ursprung für Schmerzzustände identifiziert werden.

Ziele der Neuraltherapie:

  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Regulierung des vegetativen Nervensystems
  • Wiederherstellung der normalen Funktion von Organen und Geweben

Gerne unterstützen wir sie in der Wahl der Behandlungsoptionen

Triggerpunktbehandlung

Die Triggerpunktbehandlung konzentriert sich auf die Identifikation und Behandlung von Triggerpunkten, die hypersensible Bereiche innerhalb von Muskelgewebe sind. Diese Punkte können Schmerzen, Verspannungen und Beschwerden verursachen, die oft in andere Körperregionen ausstrahlen. Die Behandlung kann manuell durch Druck auf die Triggerpunkte, durch  das Nadeln der Triggerpunkte, oder durch Injektionen von Lokalanästhetika oder Kortison erfolgen.

Ziele der Triggerpunktbehandlung:

  • Linderung von Muskelschmerzen
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Reduktion von Verspannungen
  • Wiederherstellung der normalen Muskel- und Gelenkfunktion

Alle obenstehenden Methoden können in der Praxis kombiniert werden, um die Behandlungsergebnisse zu optimieren. Die Wahl zwischen Akupunktur, Neuraltherapie und Triggerpunktbehandlung hängt von der individuellen Diagnose und den spezifischen Beschwerden des Patienten ab. Es ist wichtig, dass diese Therapien von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Intraartikuläre Injektionen

Intraartikuläre Injektionen sind ein therapeutisches Verfahren, bei dem Medikamente direkt in ein Gelenk injiziert werden. Diese Methode wird häufig zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen in Gelenken eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen wie Arthrose, rheumatoider Arthritis oder nach Verletzungen.

Anwendungsgebiete

  1. Arthrose: Injektionen von Hyaluronsäure oder Kortikosteroiden können helfen, die Gelenkschmierung zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren.
  2. Rheumatoide Arthritis: Kortikosteroide können eingesetzt werden, um akute Entzündungszustände im Gelenk zu behandeln.
  3. Akute Verletzungen: Bei Verletzungen kann eine Injektion helfen, Schwellungen und Schmerzen zu lindern.

Arten von Injektionen

  1. Kortikosteroid-Injektionen: Diese Medikamente haben eine starke entzündungshemmende Wirkung und können Schmerzen und Schwellungen schnell reduzieren. Allerdings können sie aufgrund einer Knorpelzellbeeinträchtigenden Wirkung bei übermäßiger Anwendung auch zu einer Beschleunigung des Knorpelabbaus und damit einer Verschlechterung der Arthrose führen. Hier gilt es, den Nutzen sorgfältig gegen das Risiko abzuwägen.
  2. Hyaluronsäure-Injektionen: Diese zielen darauf ab, die Gelenkschmierung zu verbessern und die Beweglichkeit zu fördern, insbesondere bei Arthrose. Eine Serie von drei Injektionen ist in der Regel gut wirksam. Die Wirkung entfaltet sich zum Teil sofort, zum Teil innerhalb der ersten drei Monate. Die Risiken sind gering und beziehen sich hauptsächlich auf den Prozess der intraartikulären Injektion. Ein Druckgefühl, kleine Blutergüsse oder eine Spannung im Gelenk treten häufiger auf, verschwinden in der Regel zügig von alleine wieder. 
  3. Eigenbluttherapie: Die Eigenbluttherapie ist eine Behandlungsmethode, bei der dem Patienten Blut entnommen und anschließend aufbereitet wird, um es wieder in den Körper zu injizieren. Es gibt verschiedene Verfahren, darunter PRP (Platelet-Rich Plasma) und ACP (Autologous Conditioned Plasma). Wir bieten ihnen letzteres an.

    ACP (Autologous Conditioned Plasma):
    Herstellung: ACP wird ebenfalls aus einer Blutprobe des Patienten gewonnen, die Aufbereitung erfolgt in einem speziellen Gerät, das die Blutbestandteile trennt. ACP enthält ebenfalls Wachstumsfaktoren, jedoch in einer anderen Zusammensetzung und Konzentration als PRP. Es kann auch eine höhere Konzentration an weißen Blutkörperchen enthalten. ACP wird oft in der regenerativen Medizin eingesetzt, z.B. zur Unterstützung der Wundheilung oder zur Behandlung von chronischen Entzündungen. Beispiele wären sowohl Arthrosebehandlungen an Daumen, Knie und Schultergelenk, als auch die Ergänzung der Therapie bei chronischen Sehnenbeschwerden wie beispielsweise die Achillessehnentendinitis. Gerne informieren wir sie persönlich in einem Beratungsgespräch über Anwendungsgebiete, Behandlungserfolge und Zeitaufwand, sowie die Kosten der Behandlung.